Donnerstag, 30. August 2007

Ein neues Logo braucht die Welt

Es ist soweit, ach wie hab ich schon darauf gewartet, es gibt nun endlich ein neues Logo für die echten, wirklich echten, HD Fernseher:

"Das neue Logo 'HD ready 1080p' kennzeichnet jene Geräte mit voller HD-Auflösung. Um wirklich in den vollen High-Definition-Genuss zu kommen, sollte man-und-frau die aktuelle TV-Generation 'Full-HD' mit 1.920 mal 1.080 Pixeln verwenden - erkennbar am neuen Logo 'HD ready 1080p', das das bisherige Logo 'HD Ready' ergänzen soll." Gesehen hat dieses Logo allerings noch keiner :-)

Aber warum heisst es 1080p und nicht wie üblich “Full HD“? Zu dieser Frage zitiert heise online ein Mitglied der EICTA mit den Worten, der Terminus Full HD sei “wenig sinnreich”.

Bei heise hat man auch gleich Kritikpunkte an der neuen Norm gefunden: Nur im kopiergeschützten digitalen Eingang müssen 1080p Auflösung angenommen werden. Das passt natürlich zu der gängigen Praxis bei HD-DVD- und Blu-Ray-Playern und ist damit nicht überraschend.

Und überhaupt. Sinn macht der ganze Spuck ja nur nur dann, wenn man das sündteure Prestigeobjekt auch mit den richtigen Eingangssignal füttert. Wer eh nur PAL Fernsehen hat, dies schauen wir in Europa zu 99%, oder normale DVDs verwendet, ist in den meisten Fällen mit einem Full HD Fernseher schlechter dran, da die Bilder noch stärker konvertiert werden müssen als bei der Billigvariante, und daher noch "grindiger" aussehen.


Aber für uns Technikfreaks, die das Display ohnehin an der Playstation oder am Computer betreiben, und selbstverständlich sowohl Blue Ray als auch HD DVD zuhause haben, da macht es schon Sinn und Spass, vorausgesetzt der Fernseher ist richtig groß und man sitzt nicht zu weit enfernt.

Und wirklich perfekt wird es mit 1080p, 24fps, wenn die Kinofilme so dargestellt werden, wie sie gedreht wurden, mit 24 Bildern pro Sekunde. Kann ein Fernseher zwar 1080p aber keine 24 Bilder pro Sekunde darstellen, dann muss bei einer BlueRay oder HD DVD (bzw. einen MPEG Transportstream dem man auf einer Backup Disk am Computer zufällig gefunden hat) der Abspieler aus 24 Bildern in der Sekunde 25 machen, und da ist natürlich ein Ruckeln vorprogrammiert. Hier hilft leider das neue Superlogo gar nichts, da angeblich keine Vorgaben zum 24p-Modus gemacht werden.

Dienstag, 28. August 2007

Der Fernseher verschwindet im Wohnzimmer

Das japanische Unternehmen Sharp setzt anders als die Konkurrenz voll auf die LCD-Technik und will mit ihren neuen Prototypen zeigen, wozu diese im Stande ist. Dabei gehe der Trend klar hin zu einer höheren Bildqualität, größeren Bildschirmen und grundlegend neuem Design, mit dem sich die Geräte in das Wohnumfeld integrieren lassen. Hier einige Designstudion:



Der LCD-Prototyp ist laut Sharp über den größten Teil der Fläche nur etwa 20 mm dick, an den dicksten Stellen sind es 29 mm. Er soll ein Kontrastverhältnis von 100.000:1 erreichen und 150 Prozent des NTSC-Farbraums darstellen.

Dabei bringt das Gerät etwa 25 kg auf die Waage und verbraucht wenig Strom. Sharp nennt eine Zahl von 140 kWh/Jahr bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 4,5 Stunden pro Tag für ein 50-Zoll-Gerät.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Hojotoho! Hojotoho! Heiaha! Heiaha!

Helmwige! Hier! Hieher mit dem LCD Displääyyii!

Der Titel hat es schon verraten, die 35. Tagung der LCD Wissenschaftler hat in Bayreuth stattgefunden. Wir reden zwar tagtäglich von Flüssigkristallen, aber wer ist schon mal einem solchen begegnet. Die Teilnehmer der Tagung sind selbstverständlich mit den Kriställchen auf "Du und Du", und ich habe für die werten Leser aus den Abstracts einige Liquid Cristall Passbilder kopiert. Herzlichen Dank an P. Pieranski und J. Okal von der Université Orsay. Hmm, Orsay ist nicht nur eine billig Textilkette, die betreiben auch eine Universität :-)

Dienstag, 13. März 2007

Werden die Geräte wirklich immer billiger?

Eine Frage die uns alle berührt, die aber nicht so einfach beantwortet werden kann. Natürlich versuchen uns dies die Marketingabteilung zu vermitteln: Jetzt ist es so weit, 20% billiger da kann man doch nicht Nein sagen. Frei nach dem manipulativen - etwas dumpfen - Werbespruch "Geiz ist Geil".

Es gibt zwar so gut wie keine HD Inalte, weder in der Konserve, sprich HD-DVD oder Blueray Disc, noch via Äther. Trotzdem sind die Europäer in ihrem Kaufwahn nicht aufzuhalten, schließlich hat der Nachbar ja auch schon einen Flachmann.

Das entsprechende Posting der futurezone, liest sich wie eine Presseaussendung von Matsushita, Sharp und Konsotren. Ob und wie die Preise sinken, wird hier aber nicht beantwortet. Das Lesenswerte in diesem Posting sind allerdings die Kommentare der Technikfreaks. Anbei ein best off fuzo comments der LCD/Plasma Skeptiker:


solala, vor 10 Stunden, 51 Minuten
Das Thema berührt mich erst dann wenn meine alte Röhre eingeht und ich kein Röhrengerät mehr bekomme!
Weil dann werde ich stink sauer!

HD wäre schön . . .
badlands, vor 13 Stunden, 44 Minuten
. . . sendet aber niemand! Wozu also so ein Gerät kaufen?

Cryptoworks ??
pek1, vor 11 Minuten
unser kleeklee hat wieder mal den durchblick. Was Cryptoworks mit der bildqualität zu tun hat weiß er wahrscheinlich selbst nicht.
Ein Tip zur qualiät: Schaut, dass Ihr noch einen guten SONY Trinitron in Röhrentechnik kriegt. Es gibt derzeit keinen Verbreitungsweg für die Masse für HD. Wegen der paar Discovery..

Wer Platz hat ...
vrg15, vor 55 Tagen, 19 Stunden, 45 Minuten
... für den ist die alte Röhre sicher die beste Wahl, preiswert hoher Kontrast, fast 180 Grad Blickwinkel und für das zur Zeit verwendete PAL optimiert. Mit normalten SD-TV sieht zur Zeit kein Plasma oder LCD besser aus. Aber wer Geld zum verbrennen hat und wem die Bildqualität egal ist der sollte nicht warten sondern kaufen was die Werbung fordert.

"soll dabei die Vorteile von Röhrenfernsehern und (!)Flachmännern(!) vereinen"
joar, vor 55 Tagen, 22 Stunden, 17 Minuten
wenn schon dämlich- flapsig, dann wenigstens politisch korrekt: FlachmännerInnen

Politisch korrekt muesste es dann aber auch ...
vergesstwahlenkauftaktien, vor 55 Tagen, 22 Stunden, 6 Minuten
... RoehrenfernseherInnen heissen, oder? ;-)

Donnerstag, 15. Februar 2007

Kann man ein TV Display als PC Monitor verwenden?

Viele träumen, probieren es aus und scheitern. Die Rede ist davon, den gleichen Schirm sowohl für den PC, oder natürlich MAC, und zum Fernsehen zu verwenden. Es klingt ja auf den ersten Blick verlockend, da kauft man einen Fernseher - nur das feinste ist für uns gut genug - in Full HD 1920 x 1080, also mit einer bei weiten höheren Auflösung als der derzeitige Computermonitor. Da ist es doch naheliegend diesen auch am PC zu benutzen und endlich Platz am virtuellen Scheibtisch zu haben.

Leider funktioniert dies nicht, da die Anforderungen in beiden Welten doch sehr unterschiedlich sind. So soll ein Fernseher möglichst gut Video Signale verabeiten können, und Bilder möglichst brilliant darstellen, ein Computer Monitor soll hingegen ein sehr präzises detailreiches Bild liefern, bei welchen wir lange nicht ermüden. Und dann ist hier noch die Größe. Ist denn der Schirm zu groß, müssen unsere Augen einen weiten Weg zurücklegen. (Einn ermüdungsfreis Sehfeld liegt im Bereich von 20 Grad horizontal sowie 15 Grad vertikal). Und wenn wir den Schirm weiter wegrücken, dann können feine Details, wie kleien Schriften etc., nicht mehr gesehen werden.

Es ist also ausgeträumt, LCD/Plasma Fernseher am Computer anschliesen, dass funktioniert nur für Videospiele.

Aber es gibt sie doch die berühmte Ausnahme. Wenn man sich den Luxus leistet einen 24" oder 30" LCD Computermonitor zu verwenden, dann kann mit diesem sehr wohl HDTV Filme in voller Auflösung sehen. Aber fürs Wohnzimmer sind 30" ja nicht wirklich groß, und ganz billig sind die Riesen unter den Computermonitoren ja auch nicht.

Vater, Mutter, Kind, der Apple Cinema Display Familie

Ich selbst teste gerade ein Dell Ultrasharp 2407WFP zur Qualitätsbeurteilung von HD Sequenzen. Verschluckt ein großer LCD oder Plasmaschirm so manchen Fehler, so zeigt der Dell Monitor jedes noch so kleine Staubkorn präzise an. Dieser Monitor ist für den professionellen Einsatz in der Bearbeitung (insbesondere in der Restauration) von HDTV eine sehr gute Wahl, zudem das Preisleistungsverhälntiss auch deutlich besser ist als jenes der vergleichbaren MAC Cinemadisplays. Es ist verwunderlich, selbst eingefleischte MAC Benutzer kaufen Dell, sollte dies Apple nicht zu denken geben?

Freitag, 2. Februar 2007

Toshiba Regza 47 WLG 66 P

Nun gibt es einen ersten Eintrag in der Kategorie "Wenn ich einmal reich wär".

In der Klasse der LCD Fernseher wird der Toshiba Regza 47 WLG 66 P zum Sieger gekürt. Die Conclusio langer Internetrecherchen und eines Lokalaugenscheins ist ganz einfach "haben wollen". Wem dies zu komprimiert ist, kann die rationalen Gründe - aber brauchen wir überhaupt rationale Gründe für so ein Spielzeug - in dem 12 seitigen Testbericht des av-magazin nachlesen.

Ein Besuch auf der japanischen Fernsehmesse

Wolt ihr einen Sony! - NEIN - Wollt ihr einen Loewe! - NEIN - Wollt ihr einen B&O!! - NO&NEIN - Was wollt ihr dann?


Wer einen voyeuristischen Blick ins japanische Wohnzimmer wirft, kann eine Menge Regza's finden.

Aus dem Tagebuch des Funkberaters Yoshida

Bemerkenswert ist auch die Preisentwicklung. Mussten sie vor weniger als einem Jahr noch fast 5000 Euro für 120 cm Regza auf den Ladentisch legen, sind sie heute (02.02.2007) schon mit 2320 Euro und 70 cent dabei, bzw. sehen sie selbst wie die Preise weiter purzeln.

Quelle: geizhals.at


Der Steckbrief des 47 WLG 66 P:
Diagonale: 47"/119 cm • Auflösung: 1920x1080 (WUXGA) • Format: 16:9 • Helligkeit: 550cd/m² • Kontrast: 800:1 • Reaktionszeit: 8ms • Betrachtungswinkel (h/v): 178°/178° • Anschlüsse: 2x HDMI, Komponenten (YUV), 2x SCART, VGA, Composite Video • Maße (BxHxT): 113.4x79.5x35.3cm • Gewicht: 40.3kg • Besonderheiten: integrierter DVB-T-Tuner, Faroudja DCDi Deinterlacer

Mittwoch, 31. Januar 2007

Das Riesending

Alle namhaften Hersteller konnten in den letzten Monaten die Kenndaten - Kontrast, Schwarzwert, Bildwiederholfrequenz - ihrer Topgeräte verbessern. So gehört es schon zum guten Ton 120 mal in der Sekunde ein Bild anzuzeigen und ein Konstrastverhälntiss von über 3000:1 zu besitzen. Auf der CES 2007 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas brach Sharp mit der Vorstellung eines 108 Zoll, dies sind 2 Meter und 75 Zentimeter, Fernsehgeräts alle Rekorde in der Kategorie Bildschirmgröße. Mit diesem 2,4 Meter breiten und ca. 1,3 m hohen Riesending überholte Sharp den bisherigen Rekordhalter Panasonic, der mit einem Plasma-Fernseher auf 103 Zoll kam.

Das folgende Foto zeigt einen Prototypen von Sharp ganz real auf der Messe (dies ist keine Photoshop Simulation). LCD Fernseher holen nun auch in der Größe auf, so dass Plasma und LCD Technolgien in ihren technischen Kenndaten immer ähnlicher werden. Dies ist für uns Konsumenten positiv, da dadurch - so hoffen wir zumindest - die Preise sinken.

Photo © 2007 Robert Silva

Dienstag, 30. Januar 2007

Wenn ich einmal reich wär ..

Tevjem der ukrainische Milchman singt im wohl bekanntesten Lied des Musical Anatevka (Fiddler on the Roof), wie schön es wäre, ein reicher Mann zu sein. 1905, da waren die Träume noch bescheidener, und so hat der Autor Scholem Alejchem Tevjem damals die Wünsche nach Hühnern, Gänsen, Enten und einem Geschmeide für sein Weib mit dem Doppelkinn, in den Mund gelegt. Heute würde sicher ein iPod und LCD Fernseher mit im Text stehen. In den folgenden Postings dieser Kategorie werde ich daher eine zeitgemäße Wunschliste von Tevjem befüllen, Vorschläge dafür werden jederzeit entgegen genommen.

Und da weder sie noch ich Frank Capaci heißen, wird es in Zukunft wohl nur bei der Liste alleine bleiben und wir summen mit Chaim Topol

If I Were a Rich Man
Ya ha deedle deedle, bubba bubba deedle deedle dum
All day long I'd biddy biddy bum
If I were a wealthy man.

... hier die Lyrics zum mitsingen und Englisch lernen

Montag, 29. Januar 2007

Entfernung zum Bildschirm

"Iss einmal im Tag was Warmes, sonst wirst krank und sitz nicht so nah beim Fernseher, die Strahlen sind gefährlich". Zwei Großmutterweisheiten, die durchaus ihre historische Berechtigung haben, und wir wissen ja, immer schön der Oma folgen. Empfiehlt ihnen jedoch der Händler ihres Vertrauens - oder ein Experte in einem Internet Forum - eine Entfernung zum TV Schirm in der Größenordung der 4-5 fachen Bildschirmdiagonale einzuhalten, dann sollten sie dies mal hinterfragen.

Historisch betrachtet hat Großmutter recht, denn bei einem alten Televisionsgerät, dass mit einem schlechten oder gar VHS Videosignal versorgt wurde, konnte man gar nicht weit genug entfernt sitzen. Aber bei den heutigen technischen Wundwerken, welchen Abstand soll man da einhalten?

Im Internet findet man dazu eine Menge recht unterschiedlicher Aussagen, daher habe ich mit Hilfe einiger trigonometrischer Funktionen - wozu ist man denn auch Mathematiker - und physiologischer Kenndaten unseres Auges, wie Auflösungsfähigkeit und ermüdungsfreies Blickfeld, den theoretischen Minimalabstand bestimmt. Das Ergebnis langer Berechnungen unter der Annahme einiger Randbedingungen, siehe Fußnote, ist

Abstandmin = 1,7 x Bildschirmdiagonale
(für HD Signale)


Abstandmin = 2,6 x Bildschirmdiagonale
(für SD Signale)


Übrigens, ist es ein Trugschluss, dass zu dicht vor dem Bildschirm oder der Leinwand zu sitzen den Augen schadet.

© 2005 by Hermann-Herzog-Grundschule

Die Berechnungen wurden für ein 16:9 Display, mit High Definition, HD 1080i (1920 x 1080 sichtbare Pixel) und Standard Defintion, SD (720 x 576 sichtbare Pixel) durcheführt. Als ermüdungsfreis Sehfeld wurden 20 Grad horizontal sowie 15 Grad vertikal, und als maximale Auflösung des Auges 1,5 Winkelminuten angenommen. Als Referenz wurde das vertiale Blickfeld herangezogen, jeweils 16% in den horizontalen Außenbereichen wurden dem peripheren Sehen zugeordnet.

Freitag, 26. Januar 2007

Gut gebrüllt ...

"Flachbild schickt Röhre in Pension", davon träumen die Hersteller und bemühen Studien, die verlauten, dass 2006 in Deutschland erstmals mehr Flachbildfernseher als Röhrengeräte verkauft worden sind.

© Bitkom/EITO/GSDZ

Nach Berechnungen des Branchenverbands Bitkom konnte der Absatz von LCD- und Plasmafernsehern gegenüber dem Vorjahr auf drei Millionen fast verdoppelt werden. Die Verkäufe von Röhrengeräten sind dagegen um 33 Prozent auf 2,7 Mio. Fernseher eingebrochen. 2007 soll der Absatz von LCD- und Plasmageräten bereits die Marke von vier Millionen knacken.

muss ich wirklich schon in Pension?

Auch bei den großen Formaten soll es ganz stark in Richtung LCD gehen. So hat Loewe, einer der wenigen deutschen TV-Hersteller, Röhrengeräte bereits aus seinem Programm genommen, dabei waren sie vor gar nicht so langer Zeit noch stolz den größten deutschen Röhrenfernseher zu verkaufen. Die Loewe Propagandaabteilung schreibt: "Im Premiumsegment zeichnet sich ein LCD-Vormarsch ab, es ist uns gelungen, uns durch attraktive, begehrenswerte Geräte vom Markt abzukoppeln". Ob es so gut ist sich vom Markt abzukoppeln, aber die werden schon wissen was sie tun.

ein attraktiver Loewe mit Swarovski Steinen an der Flanke

Und der Ober-Loewe, Rainer Hecker, träumt schon von seinen Gewinnen: "Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von rund zehn Prozent auf 380 Mio. Euro und einer Ergebnisverbesserung beim EBIT von mindestens 20 Prozent auf 16 bis 18 Mio. Euro". Ob du recht hast oder nicht, sagt dir Michael Schanze und das Licht.

gut gebrüllt, Rainer Hecker


Quellen:
Flachbild schickt Röhre in Pension - LCD auf Siegeszug im Premiumsegment, (pte/22.01.2007)
Deutsche kaufen erstmals mehr Flachbildfernseher als Röhrengeräte BitKOM.de

Mittwoch, 24. Januar 2007

SED - Wunder der Technologie

Unzählige Internetseiten und Mediamarktverkäufer referieren über Vor- und Nachteile von LCD, Plasma und der Röhre. Alles nicht mehr notwendig, denn es kommt SED, die langerwartete Technologie, die nun alle Vorteile vereint.

Gleich gute Bildqualität und Betrachtungswinkel wie bei der Röhre - das Prinzip der Bilderzeugung ist bei SED ist ähnlich dem der guten alten Röhrentechnologie - geringer Stromverbrauch, sehr schnelle Reaktionszeit und hoher Kontrast. Und SEDs sind genau so riesig und beeindruckend, haben also einen mindestens gleich hohen Veblen Effekt.

SED (Surface-Conduction Electron-Emitter Display) ist eine Entwicklung von Toshiba und Canon, welche schon seit 2005 in den Startlöchern schlummert. Laut Auskunft der Marketingabteilungen soll ab 2008, dem Jahr der olympischen Spiele in Beijing, SED für den Massenmarkt verfügbar sein.


Wann es die SED Fernseher nun wirklich geben wird und was diese Kosten werden, hängt von vielen Faktoren ab, wie Patentstreitigkeiten, strategische Überlegungen und Übernahmen (seit 2007 ist Canon federführend).

Wer auf einen SED Fernseher hofft, muss sich also noch in Gedud üben, und niemand kann mit Sicherheit sagen, ob es diese Geräte überhaupt jemals für den Consumer Markt geben wird. Also mal einen LCD Riesen kaufen und in 3 bis 4 Jahren ein neues SED Gerät, dann freut sich die Elektronikindustrie bzw. der Handel und die Marketingabteilungen fahren zur Belohnung für die Mehrfachmelkung ins Disneyland.

Multimedia Esse

Haben auch sie Ärger mit der improvisierten Radio-, CD- oder Fernsehecke in ihrem privaten Küchenstudio? Wenn ja verpricht das Siemens Presseservice nun einen Logenplatz am Herd mit freiem Blick auf Die Sahnehaube unter den Hauben.


Denn Siemens weiss, was Männer wünschen: Einen richtig sexy Breitbildfernseher mitten im Dunstabzug. Auf zum fröhlichen Kochen mit der Multimedia Esse LC8M950. (Unverbindliche Preisempfehlung im Jahr 2005: 3.599 € , geilzhals.at: 1.944 - 2699 €, idealo.de: 1.599 € - 2.035 € )

Was darfs denn sein ..

Plasma oder LCD, oder eine superflache Röhre?

32, 37, 40 oder gar 50 Zoll in der Bilddiagonale?

LG, Philips, Sony, Samsung oder gar ein Xoro HTL?

Was ist besser, wer ist billiger, und brauch ich das Ready Logo?

So viele Fragen gleich im ersten Beitrag, und dabei hat der werte Leser doch auf Antworten gehofft. Jedoch auf diese Fragen gibt es mindestens so viel unterschiedliche Antworten wie es (selbsternannte) Experten im LCD Fernsehland gibt.

Dieser Blog wird daher weder allgemeingültige Weisheiten, noch lange technische Erklärungen präsentieren, sondern jene kurze Fragestellungen, welche vor dem Kauf unter den Nägeln brennen, behandeln und die werten Leser über Neuigkeiten der wunderbaren Welt der technischen Wunderwerke informieren.

Viel Spass beim Lesen, Ihr

LomaDI